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Es war genau 14.43 Uhr - mit einem "symbolischen Knopfdruck" im Einsatzleitraum, dem Herzstück der neuen Leitstelle und einem Funkspruch von Herrn Innenstaatssekretär Gerhard Eck ("Hier Leitstelle Traunstein, Funkstille für wichtige Durchsage! Hier spricht Gerhard Eck, bayerischer Staatssekretär den Innern. Ab dem jetzigen Zeitpunkt beginnt der Probebetrieb der Integrierten Leitstelle Traunstein. Ich wünsche der ILS Traunstein viel Erfolg bei ihrer täglichen Arbeit und bedanke mich bei allen beteiligten Stellen für die großartige Unterstützung in der Planungsphase"), nahmen schließlich die 4 Landräte bzw. deren Stellvertreter des Zweckverbands für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung Traunstein im Beisein der zahlreichen Ehrengäste aus den vier Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Traunstein die Integrierte Leitstelle Traunstein offiziell in den (Probe)-Betrieb.
Zuvor fand in der Fahrzeughalle des BRK Kreisverbandes Traunstein der offizielle Festakt statt. Unter den zahlreich erschienen Ehrengästen sah man unter anderem den früheren Bayerischen Landtagspräsidenten und Vorsitzenden der Bergwacht Bayern, Herrn Alois Glück, Regierungspräsident Christoph Hillenbrand, MdB Stephan Mayer, MdL Ingrid Heckner und MdL Klaus Steiner sowie hochrangige Vertreter aller Hilfsorganisationen und der Polizei, wie z.B. den Leiter des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Franz Mayer, und natürlich auch Gäste aus dem benachbarten Österreich.
Der Vorsitzende des ZRF Traunstein, Traunsteins Landrat Hermann Steinmaßl, begrüßte als Vorsitzender des ZRF Traunstein die Festgäste, ging dann in seiner Ansprache auf die Entwicklung der ILS ein und erwähnte auch 30-jährige Geschichte der Leitstelle Traunstein.
Nach der Festansprache von Herrn Innenstaatssekretär Gerhard Eck, er sprang für den leider kurzfristig verhinderten Bayerischen Innenminister Herrmann ein ("Ich bin überzeugt, die professionelle Vorbereitung der ILS und ihrer Aufgaben zahlt sich voll und ganz aus. Den Mitarbeitern wünsche ich viel Erfolg bei ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit") und den Grußworten der Landräte aus den Mitgliedslandkreisen des ZRF Traunstein, dem Grußwort von Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke, den Ansprachen der beteiligten Architekten und Planer durch deren Vertreter Christian Lanzinger, Martin Strasser und Herbert Bergmann, wurde die feierliche Schlüsselübergabe an Landrat Hermann Steinmaßl, Geschäftsführer des ZRF, Herrn Josef Gschwendner und den Leiter der ILS, Herrn Anton Groschack durch die beteiligten Planungsfirmen durchgeführt. Mit Gebeten durch die Geistlichkeit der katholischen und evangelischen Kirche und der Segnung des Kruzifixes (ein Geschenk von Landrat Hermann Steinmaßl in Eigenschaft als Verbandsvorsitzender des ZRF an Herrn Josef Gschwendner und Herrn Anton Groschack), welches dann in der ILS seinen Platz finden wird, wurde der offizielle Einweihungsakt und die (Probe)-Inbetriebnahme mit der Segnung der Räumlichkeiten durch Pater Ferdinand und Pfarrer Thorsten Fecke im Beisein der geladenen Ehrengäste in der ILS Traunstein feierlich vollzogen.

Startschuß in der ILS: (v. links) Die Ländräte Erwin Schneider (Altötting), Eva Köhr (Stellvertreterin in Mühldorf), Hermann Steinmaßl (Traunstein) und Georg Grabner (BGL) mit Innenstaatssekretär Gerhard Eck - ganz rechts: Alois Glück, Vorsitzender der Bergwacht Bayern
m Anschluß an die Beendigung des offiziellen Teils durch Landrat Hermann Steinmaßl klang dieser sicherlich bedeutende Tag in der Geschichte des ZRF Traunstein noch in geselliger Runde bei informativen Gesprächen aus. Informationen über die Geschichte der Leitstelle Traunstein, den Neubau bwz. deren Technik konnten die Gäste aus einer 40 seitigen Broschüre, die überall auflag und vom ZRF gestaltet wurde, entnehmen. Ein besonderer Dank gilt der Wenger Stubnmusi aus St. Georgen, die den musikalischen Rahmen für den Festakt gestaltete.

Rund 5 Monate läuft ab nun der Probebetrieb im neuen ILS Gebäude, spätestens Ende des 2. Quartals 2010 werden dann von den 8 Disponentenplätzen aus sämtliche Feuerwehr- und Rettungsdienst-Alarmierungen für die Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Traunstein abgearbeitet, für die sich der Bürger dann nur noch eine Nummer merken muss – den Notruf 112. Das bisherige Personal der früheren BRK-Rettungsleitstelle Traunstein wurde nicht nur aufgestockt, sondern auch in feuerwehrfachlichen Belangen weitergebildet (alle Mitarbeiter haben das Feuerwehrmodul I bereits besucht und die Prüfung bestanden). Die voraussichtlichen Gesamtkosten belaufen sich auf rund 4.073 Mio € (davon 1.794 Mio € IT-Systeme und 2.278 Mio € Grundstück, Gebäude und Erschließung). Die Eigenleistung des ZRF Traunstein wird bei voraussichtlich 2.372 Mio € liegen. Hier noch einige Eckdaten zum Einsatzgebiet: in den 105 Kommunen der 4 Landkreise gibt es 216 Feuerwehren, 18 Rettungswachen und 12 Notarztstandorte. Zwischen 60.000 und 70.000 Rettungsdiensteinsätze und ca. 8.000 Feuerwehralarmierungen pro Jahr werden dann von der neuen Adresse der ILS Traunstein Gewerbepark Kaserne 15 a aus koordiniert.
Hier eine lockere Zusammenstellung von Bildern des 14.01.2010 ...
                                              
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