Normaler Betrieb zwischen den Festtagen und danach
Die Weihnachtstage 2011 sind vorbei - man bereitet sich auf den Jahreswechsel vor. Und was war los im Bereich der ILS Traunstein? Nachfolgend auszugsweise einige Ereignisse ...
24.12.2011: Auf Höhe des Haager Ortsteils Winden ereignete sich am 24. Dezember 2011, gegen 08.50 Uhr ein Verkehrsunfall, bei dem ein 31jähriger Mann aus dem Landkreis München ums Leben kam. Der Mann war mit seinem Opel Vectra auf der B 12 in Richtung Mühldorf unterwegs. Auf Höhe des Weilers Sinkenbach überholte der Fahrer einen Sattelzug und einen davor fahrenden VW Golf. Laut Aussage des Golffahrers driftete das Heck des Vectras in der nachfolgenden Rechtskurve zur Fahrbahnmitte und das Fahrzeug stelle sich quer zur Fahrbahn. Dabei geriet die Vorderachse in das Bankette. Auf Höhe der Bushaltestelle wurde das Fahrzeug ausgehoben, flog mehrere Meter durch die Luft und prallte mit der Fahrerseite gegen einen Baum. Nach Aussage des Zeugen „ging das Auto sofort in einem Feuerball“ auf. Durch die Wucht des Anpralls wurde der Baum entwurzelt und fast vollständig umgelegt und der Unfall-Pkw kam an einem dahinter stehenden Baum zum Stillstand. Für den Fahrer, der aus dem Wrack geschleudert worden war, kam jede Hilfe zu spät. Durch herum fliegende Fahrzeugteile wurde auch der nachfolgende VW Golf beschädigt, der Fahrer blieb unverletzt, der Schaden beträgt ca. 1000 Euro. Das Trümmerfeld zog sich über eine Länge von rund 75 m hin. Die Polizeistation Haag hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen und von der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde ein unfallanalytisches und technisches Gutachten angeordnet. An der Unfallstelle bzw. zur Verkehrsregelung waren die Feuerwehren Haag i. OB, Winden, Berg, und Maitenbeth mit ca. 60 Mann eingesetzt. Die B 12 war für rund zwei Stunden gesperrt.
24.12.2011: Ein 24-jähriger Skitourengeher aus Surheim hat sich am Samstagvormittag bei einem Sturz auf der Abfahrt von der Watzmann-Gugel das Bein gebrochen. Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ mussten den Mann medizinisch versorgen und konnten ihn trotz teilweise eingeschränkter Sichtflugbedingungen wegen tief hängender Regenwolken per Rettungstau ins Tal fliegen. Die Leitstelle Traunstein alarmierte um 11.37 Uhr die Bergwacht Ramsau und den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“, dessen Besatzung beim ersten Anflug den genauen Einsatzort ausfindig machte und dann am Tallandeplatz in Ramsau den Bergwacht-Notarzt und einen weiteren Bergwacht-Luftretter aufnahm. Der Pilot setzte beide oberhalb der Unfallstelle auf der Gugel ab, von wo aus die Retter mit Skiern bis zum Patienten abfuhren und ihn medizinisch versorgten. Im Luftrettungssack gesichert konnte der 24-Jährige danach per Rettungstau abgeholt und ins Tal geflogen werden. Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes brachte ihn zur weiteren Behandlung in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Gugel ist ein beliebter, knapp über 1.800 Meter hoher Skitourengipfel im Schatten des Watzmann-Hochecks und wird auch Watzmann-Gugel genannt. Ihren Namen hat sie aufgrund der Gipfelform von einer runden Kappe mit Nackenschutz, wie sie die Holzknechte früher getragen haben. Vor Jahrzehnten wurden an der Gugel lange, breite Waldschneisen für Skirennen geschlagen, die heute noch frei sind und gute Abfahrtsmöglichkeiten bieten.
25.12.2011: Eine 28-jährige Pinzgauerin hat am ersten Weihnachtsfeiertag einen spektakulären Autounfall auf der Staatsstraße 2101 nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes leicht verletzt überstanden. Die Frau war kurz nach der Seebachkapelle aufgrund überhöhter Geschwindigkeit nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, woraufhin ihr Dacia ein Holzgeländer durchbrach, rund zweieinhalb Meter tief über eine Steinmauer abstürzte und auf dem Dach im Seebach liegen blieb. Eine Anwohnerin hatte den Unfall bemerkt und einen Notruf abgesetzt, woraufhin die Leitstelle Traunstein gegen 7.30 Uhr zunächst das Rote Kreuz mit einem Rettungswagen und dem Reichenhaller Notarzt zum Unfallort schickte. Mit dem Christkind als Schutzengel hatte die 28-Jährige den Unfall leicht verletzt und mit einer Unterkühlung überstanden. Sie konnte sich selbst aus ihrem Auto befreien und wurde zur weiteren Untersuchung in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht. 20 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Reichenhall, Löschzug Karlstein waren mit drei Fahrzeugen vor Ort. Sie mussten die Unfallstelle absichern, persönliche Gegenstände aus dem Auto bergen, vorsorglich eine Ölsperre in den Bach einziehen und den Abschleppdienst bei der aufwendigen Bergung unterstützten. Das zerstörte Holzgeländer wurde provisorisch repariert. Beamte der Polizeiinspektion Bad Reichenhall nahmen den genauen Unfallhergang auf. Nach ihren Angaben entstand am Dacia der Pinzgauerin Totalschaden. Die Staatsstraße 2101 musste nur kurze Zeit gesperrt werden, wobei der restliche Verkehr einseitig an den Einsatzfahrzeugen vorbeifahren konnte.
26.12.2011: Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Kreisstraße BGL 10 zwischen Ainring und Thundorf wurden heute gegen 12.50 Uhr drei Personen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge schleuderte ein 21jähriger Ainringer, der Richtung Thundorf fuhr, nach einem Überholvorgang am „Doppelner Berg“ in einer Kurve und krachte mit seiner Beifahrerseite mit einem entgegenkommenden Renault zusammen. Die beiden Insassen des Renaults, ein 32jähriger Freilassinger sowie dessen 31jährige Beifahrerin wurden dabei leicht beziehungsweise mittelschwer verletzt. Der 21-Jährige, welcher den Sicherheitsgurt nicht angelegt hatte, erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass der Renault ein paar Meter zurückgeschleudert wurde. Mehrere Verkehrsteilnehmer leisteten sofort Erste-Hilfe und alarmierten die Rettungskräfte. Die Integrierte Leitstelle für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung Traunstein (ILS) beorderte die Freiwillige Feuerwehr Ainring sowie drei Rettungswagen des Roten Kreuzes, den Freilassinger Notarzt, den Einsatzleiter Rettungsdienst sowie den Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ an die Einsatzstelle. Der lebensgefährlich verletzte Ainringer wurde noch an der Unfallstelle intensivmedizinisch versorgt und künstlich beatmet. Im Anschluss flog ihn der Notarzthubschrauber in das Landeskrankenhaus Salzburg. Die beiden Freilassinger wurden zur Behandlung mit dem Rettungswagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht. Die Kreisstraße musste zwischen Ainring und Thundorf während der Rettungs- und Aufräumarbeiten etwa drei Stunden gesperrt werden. Beamte der Polizeiinspektion Freilassing waren zur Unfallaufnahme vor Ort. Von der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde ein Sachverständiger mit der Erstellung eines unfallanalytischen und unfalltechnischen Gutachten beauftragt. 25 Helfer der Feuerwehr Ainring mit 4 Fahrzeugen sorgten für den Brandschutz, die Absicherung der Unfallstelle, die Säuberung der Fahrbahn und unterstützten den Rettungsdienst. An beiden Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden.
27.12.2011: Gegen 00.15 Uhr, war ein 21-jähriger Mann der mit seinen beiden Freunden zu Fuß von Trostberg in Richtung Altenmarkt unterwegs. Kurz vor Altenmarkt überquerte die Gruppe den Mühlbach über einen kleinen Steg. Unmittelbar nach dem Steg rutschte der junge Mann die Böschung hinab, fiel in den Mühlbach und trieb ab. Glücklicherweise konnten ihn seine beiden Freunde nach kurzer Strecke erreichen und im Uferbereich bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Wasserwacht, der Polizei und des BRK festhalten. Der junge Mann wurde mit leichter Unterkühlung ins Krankenhaus Trostberg verbracht.
27.12.2011: Vergeblich suchte gestern ein Großaufgebot an Rettungskräften nach einem Vermissten. Der 80-Jährige konnte nur noch tot geborgen werden. Ein Großaufgebot an Polizei und Feuerwehr suchte gestern, 27.12.2011, einen 80-jährigen Grassauer. Dieser konnte leider nach mehrstündiger Suche nurmehr tot aufgefunden werden. Am Dienstag, ging bei der Polizei Grassau eine Mitteilung über einen vermissten 80-Jährigen aus Grassau ein. Da ein Unglücksfall nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden sofort Kräfte der Polizei zur Absuche des relevanten Gebietes, darunter mehrere Hundeführer und ein Polizeihubschrauber, angefordert. Bei der Suche wurde die Polizei unterstützt durch die Wasserwacht Obing, die Wasserrettungen aus Traunstein und Truchtlaching, die Bergwacht Grassau, das Kriseninterventionsteam aus Traunstein, die Rettungshundestaffeln aus Traunstein, Mühldorf und Rosenheim, sowie durch die Feuerwehren aus Grassau, Rottau, Übersee, Marquartstein und Staudach-Egerndach. Trotz des Einsatzes von mehr als 200 Helfern konnte der Rentner zunächst nicht aufgefunden werden. Erst nach einer über vierstündigen Suche wurde der Vermisste tot in einem Bachbett liegend entdeckt.
Daneben gab es noch eine Reihe von Verkehrsunfällen, Bränden oder auch Autobränden - und: der Skibetrieb hat eingesetzt - d.h. viel Arbeit für die Skiwachten und den Rettungsdienst in den Wintersportzentren von Chiemgau und Berchtesgadener Alpen ...
Presseberichte stammen von den zust. Polizeidienststellen, PP Oberbayern Süd und BRK BGL