BAB A8 Ausfahrt Hub, Einsatzort B 20 Hallthurmer Berg Höhe Schaffelpoint, Rinnkendlsteig von der Archenkanzel zum Königssee – oder „Große Kurve“ am Rossfeld – Einsatzbezeichnungen aus dem Alltag eines Leitstellendisponenten – aber vor Ort haben dies einige Kollegen noch nie gesehen. Diesen neuen Mitarbeitern der Integrierten Leitstelle Traunstein wurde nun am Freitag von zwei Kollegen aus dem Berchtesgadener Land in einer eintägigen Rundfahrt dies alles "Real" gezeigt. Krönender Abschluss war dann mit dem derzeitigen Boot der Wasserwacht Berchtesgaden eine Fahrt über den Königssee.
Bereits um 7 Uhr in der Früh war an der ILS Traunstein Treffpunkt. Mit dem Mannschaftsbus der Freiwilligen Feuerwehr Grabenstätt (unser Dank geht an unseren Kollegen und Kommandanten Jürgen Richter, der zeitgleich unser Fahrer war …) ging es zuerst über Teisendorf, Freilassing, Mitterfelden und Bad Reichenhall dann Richtung Berchtesgaden. Alle Rettungswachen, Kliniken, Altenheime oder Unfallschwerpunkte wurden dort besichtigt bzw. angefahren. Im Raum Bischofswiesen ging es dann über den Götschen (Außentemperatur auf 1.300 Meter Höhe 1 Grad Celsius – und das am 15. Juli!!!) über Berchtesgaden weiter Richtung Almbachklamm. Dort wurden die engen Wege und Brückenanlagen besichtigt - und jetzt wissen manche Kollegen, weshalb dort für die Mitglieder der Bergwacht Marktschellenberg ein Einsatz immer mit viel Schweiß verbunden ist.
Der nächste Anlaufpunkt ging hoch zur Roßfeld-Höhenringstraße, vorbei an der Abfahrtsstelle der Kehlsteinbusse wieder Richtung Tal. Vorbei an der Bergrettungswache Berchtesgaden ging es dann zum Höhepunkt der Rundfahrt: der Technische Leiter der Wasserwacht Berchtesgaden, Franz Kurz, empfing uns um 16 Uhr zu einer Fahrt mit dem Boot über den Königssee. Anhand eines Planes erklärte er uns die Besonderheiten des Sees, die Einsatzschwerpunkte und Gefahren. Die Möglichkeiten in der Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst, der Bergwacht oder aber mit dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ bei Einsätzen konnten so vor Ort besichtigt bzw. besprochen werden. Nach rund einer Stunde war die Seelände am Königssee wieder erreicht und – lieber Franz – es war „Super“. Vielen Dank für die Zeit, die Du trotz einem vollen Tagesprogramm (Einweihung & Übung) für uns geopfert hast!
Nach einem kurzen Abstecher über das Altenheim Insula in der Strub, vorbei an der Bergrettungswache Ramsau ging es über das Wachterl dann wieder in Richtung Traunstein. Zwar spielte an diesem Tag das Wetter nicht so mit (kein Regen, aber leider waren die Berggipfel alle in Wolken verhüllt), aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch, denn das Fazit aller Beteiligten lautete: vor Ort die Gegebenheiten eines Landkreises zu Besichtigen bringt für die tägliche Arbeit in der Leitstelle enorm viel Wissen!
Hier einige Impressionen von der Info-Tour durchs Berchtesgadener Land:












