Kreiseinsatzzentrale in Berchtesgaden in Betrieb gegangen

Am heutigen Dienstag, den 6. Juli 2010, hat der Landkreis Berchtesgadener Land die Kreiseinsatzzentrale Berchtesgadener Land im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Berchtesgaden in Betrieb genommen. Neben Landrat Georg Grabner und Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp waren  bei der Inbetriebnahme auch zahlreiche Vertreter der Feuerwehren des Landkreises Berchtesgadener Landes und der Integrierten Leitstelle Traunstein anwesend.

Erstalarmierende Stelle der Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Traunstein ist die integrierte Leitstelle Traunstein (ILS).  Nach Eingang eines Notrufes über 112 oder 19222 bei der ILS Taunstein übernimmt der Disponent in der ILS die Alarmierung der Einsatzkräfte. Bei größeren Schadenslagen (z. B. bei Hochwasser, Sturm) wird die Kreiseinsatzzentrale besetzt. Diese hat die Aufgabe, die ILS bei der Einsatzabwicklung zu entlasten. Bisher war in Berchtesgaden die Nachalarmierungszentrale (NaSt) für den südl. Landkreis BGL beheimatet - nun wurde mit dem heutigen Tag diese ausser Dienst gesetzt und die Kreiseinsatzzentrale in Betrieb genommen. Landrat Georg Grabner verwies auf die Wichtigkeit einer guten Zusammenarbeit zwischen der ILS Traunstein und der KEZ Berchtesgadener Land bei Großschadenslagen, damit kompetent, schnell und zuverlässig Hilfe beim Bürger ankommt. Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp erinnerte an den 26. Juni 1998, als ein Starkregen über Maria Gern niederging: dieses Unwetter war der Auslöser für die Errichtung einer NaSt - diese Erfahrung floß auch in den Neubau der Feuerwache Berchtesgaden ein. Er machte auch deutlich, daß nicht nur moderne Technik sondern auch das richtige Personal für die Arbeit in einer KEZ benötigt wird. Auch der Geschäftsführer des ZRF Traunstein, Josef Gschwender, überbrachte Glückwünsche für die Inbetriebnahme. Er sagte auch Dank für die gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit mit den Feuerwehren. Nach den Grußworten wurde dann im Erdgeschoß, in dem die KEZ untergebracht ist, ein Schadensszenario durchgespielt, d.h. es wurde den Gästen die Zusammenarbeit zwischen der ILS Traunstein und der KEZ Berchtesgadener Land vorgestellt. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, daß daß Erfassungsprogramm eine Eigenentwicklung der Feuerwehr Berchtesgaden ist - verantwortlich hierfür ist Thomas Pfnür. Sein Ziel war eine schnelle, einfache Datenerfassung, damit diese Einsätze schnellstmöglich an die Einsatzkräfte weitergegeben werden können.

Bilder von der Inbetriebnahme der KEZ Berchtesgadener Land:

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