Explosion in Wohnung - Großeinsatz der Einsatzkräfte
Zu einem Großeinsatz wurden am heutigen Mittwoch Abend die Einsatzkräfte nach Bad Reichenhall alarmiert. Gegen 19.15 Uhr wurde von der Polizei-Einsatzzentrale in Rosenheim die Leitstelle Traunstein informiert, daß in Bad Reichenhall eine Explosion in einer Wohnung stattgefunden hat. Daraufhin wurde für die Feuerwehr Bad Reichenhall und Karlstein Alarmstufe "3" ausgelöst.
Kurz nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde das Ausmaß der Explosion bzw. die Anzahl der Verletzten und das Verletzungsmuster an die Leitstelle gemeldet. Daher wurde zeitnah die Sanitätseinsatzleitung mit Leitendem Notarzt und ORGL neben den regulären Rettungsmitteln (RTW´s aus Bad Reichenhall, Freilassing und Teisendorf, NEF´s aus Bad Reichenhall und Freilassing) alarmiert. Weiters kamen die Schnelleinsatzgruppen des BRK aus Freilassing-Laufen, Berchtesgaden, Bad Reichenhall und des MHD aus Bad Reichenhall zur Schadensstelle. Parallel wurden in der Leitstelle Traunstein 3 Hubschrauber ("Christoph 14" aus Traunstein, "Christophorus 6" aus Salzburg und "Christoph München") für den Weitertransport der Verletzen in Spezialkliniken alarmiert bzw. angefordert. Schon während der Versorgung der Verletzen vor Ort waren die geeigneten Kliniken gefunden und über den Zustand der Patienten informiert worden. "Christoph 14" und "C 6" konnten in der Nähe des Einsatzortes zur Landung gehen, für den ITH "Christoph München" richtete die Feuerwehr Bad Reichenhall in der Nähe einen geeigneten, ausgeleuchteten Landeplatz ein. Neben 7 Notärzten (mit Hubschrauber-NA´s) waren über 45 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes (insgesamt 20 Fahrzeuge) und 70 Feuerwehrleute/Helfer des THW (mit 11 Fahrzeugen) am Explosionsort. Der Unfallort wurde durch zahlreiche Polizeikräfte großräumig abgesperrt, damit die Versorgung der Verletzten und die Betreuung der betroffenen Nachbarn ungestört durchgeführt werden konnte. Nach Begehung des Anwesens durch Spezialisten konnten die Bewohner, die zwischenzeitlich in einem aufgestellten SEG-Zelt versorgt wurden, ihre Wohnungen wieder beziehen - somit war der Einsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst kurz nach 21 Uhr beendet. Derzeit sind Beamte der Kriminalpolizei vor Ort, um den genauen Hergang und die Ursache der Explosion zu ermitteln.
Nachtrag: Nach ersten Ermittlungen dürfte lt. Auskunft des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd davon ausgegangen werden, daß die unsachgemäße Handhabung einer Gaskartusche zum Unglück führte.