Großeinsatz für Hilfskräfte im Landkreis Traunstein

Ein Großeinsatz für die Hilfskräfte des Landkreises Traunstein wurde am Montag Abend  der Felssturz in Stein an der Traun.

Gegen 19.55 Uhr erreichte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd der erste Notruf über einen massiven Felssturz im Ortsbereich von Stein an der Traun. Erste Einsatzkräfte bestätigten, dass ein Einfamilienhaus von einem haushohen Felsbrocken, der sich aus noch ungeklärter Ursache von einer Felswand am Ortsrand gelöst hatte, völlig zerstört wurde.

 Am Montag, den 25. Januar 2010 ist für die Hilfskräfte des Landkreises Traunstein um 19.55 Uhr Großalarm ausgelöst worden (für die Feuerwehr Alarmstufe 5, da noch kein genaues Meldebild vorlag, es  wurde im Anschluß die Alarmstufe auch nicht weiter erhöht). Ein Felssturz im Ortsbereich von Stein an der Traun wurde von der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim an die Leitstelle Traunstein gemeldet.

Es wurden zeitgleich Rettungsdienst und Feuerwehr alarmiert und nach den ersten Meldungen der Einsatzkräfte vor Ort wurde mit dienstfreiem Personal die Einsatzzentrale der Leitstelle Traunstein nachbesetzt. Wie festgestellt werden konnte, befanden sich die Bewohner des Hauses, ein 45 und 40 Jahre altes Ehepaar mit ihren 16 und 18 Jahre alten Kindern zum Zeitpunkt des Felssturzes im Haus.
Alle vier Verschütteten konnten von den Rettungskräften relativ zügig lokalisiert werden. Zwischenzeitlich gelang es den Einsatzkräften eine männliche Person tot zu bergen. Zu zwei der Verschütteten bestand Sprechkontakt. Rund 200 Bergungskräfte von Feuerwehr sowie Technischen Hilfswerk versuchten sich mit Händen und Schaufeln zu den betroffenen Personen vorzuarbeiten.

Zwei in unmittelbarer Nähe befindliche Wohnhäuser wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert. Zur Einschätzung der Situation vor Ort wurde ebenfalls ein Geologe hinzugezogen.

Nachdem vor Mitternacht der 45-jährige Familienvater nur noch tot aus den Trümmern seines Hauses geborgen werden konnte, gelang es den Rettungskräften nach stundenlangen, äußerst schwierigen und weitgehend mit Händen durchgeführten Grabungsarbeiten, die weiteren verschütteten Familienangehörigen zu bergen. Während für die 18-jährige Tochter jede Hilfe zu spät kam, konnten die Hilfskräfte im weiteren Verlauf der Bergung den 16-jährigen Sohn der Familie und schließlich gegen 2:15 Uhr die 40-jährige Ehefrau und Mutter lebend aus den Trümmern bergen.

Noch in der Nacht traf der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann am Unglücksort ein und ließ sich vom Leiter der Staatsanwaltschaft Traunstein, Leitenden Oberstaatsanwalt Helmut Vordermayer, dem Traunsteiner Landrat Hermann Steinmaßl, sowie den Einsatzleitern von Polizei und Feuerwehr über den Sachstand unterrichten.

Am Rettungseinsatz waren insgesamt weit über 300 Einsatzkräfte beteiligt: Polizei, die Rettungswagen aus Trostberg (1602), RTW Traunreut (1603), RTW Traunstein (1601), der Notarzt Trostberg (1651), Notarzt Traunstein (1650), die San-EL (ORGL und Leitender Notarzt), UG-SanEl, die SEG Trostberg, SEG Traunreut und SEG Traunstein, der ELRD Traunstein, die Rettungshundestaffeln aus Traunstein und Mühldorf, MHD SEG Betreuung Traunstein und das Kriseninterventionsteam Traunstein. Von Seiten der Feuerwehr kamen zum Einsatz: Kreisbrandrat, Kreisbrandinspektion und Kreisbrandmeister, FFW Stein an der Traun, FFW Matzing, FFW Traunreut, UG OEL, Werkfeuerwehr Siemens/Traunreut, das HIT (Helferinterventionsteam) und die THW Ortsgruppen Landkreis Traunstein und Berchtesgadener Land.

Staatsanwaltschaft und Polizei haben noch in der Nacht die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Der Unglücksort wird bis auf weiteres von der Polizei abgesperrt.

Hier einige Bilder von der Unglücksstelle, dankenswerterweise von Peter Volk (FFW und MHD) zur Verfügung gestellt:

 

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Text: (Auszug PP Oberbayern Süd mit eigenen Ergänzungen)

 

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