Neben den Aufgaben, welche der Rettungszweckverband Traunstein schon bisher nach dem Bayerischen Rettungsdienstgesetz wahrzunehmen hatte, muss der jetzige "Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Traunstein" künftig auch sicherstellen, dass eine Integrierte Leitstelle als alarmauslösende Stelle im Verbandsgebiet errichtet und betrieben wird.
Die Integrierte Leitstelle hat die Aufgabe, unter Nutzung der gemeinsamen Notrufnummer "112" alle Notrufe, Notfallmeldungen, sonstige Hilfeersuchen und Informationen für Rettungsdienst und Feuerwehr in Leitstellenbereich Traunstein entgegen zu nehmen. Sie alarmiert die erforderlichen Einsatzkräfte und -mittel, begleitet alle Einsätze und unterstützt die Einsatzleitung. Außerhalb der üblichen Dienstzeiten übernimmt sie die Funktion eines Meldekopfes für die Kreisverwaltungsbehörden als Sicherheitsbehörden.
Die ersten Schritte, nämlich die Umwandlung des früheren Rettungszweckverbandes in einen Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung sowie eine neue Verbandssatzung wurden in der Verbandsversammlung am 2. Dezember 2003 beschlossen. In einer Verbandsversammlung am 14. September 2006 wurde dann mehrheitlich entschieden, dass der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Traunstein die Errichtung und den Betrieb der künftigen ILS Traunstein selbst übernimmt. Beschlussmäßige Vorgabe der Versammlung am 14. Februar 2007 war schließlich, dass ein Neubau auf "grüner Wiese" zu erstellen ist.
Mit dem Gesetz zur Einführung Integrierter Leitstellen in Bayern (ILSG) wurden die zum Rettungsdienstbereich Traunstein gehörenden Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn und Traunstein verpflichtet, den bisherigen Rettungszweckverband Traunstein in einen Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung umzugestalten.
Ein durch die im Februar 2007 gefassten Beschlüssen notwendig gewordener Nachtragshaushalt für das Haushaltsjahr 2007 wurde schließlich in einer weiteren Verbandsversammlung 2007 am 03.07. beschlossen. In selbiger Sitzung wurde beschlossen, ein Gewerbegrundstück im ehemaligen Kasernengebiet in Traunstein zum Zwecke der Errichtung der ILS Traunstein durch den Zweckverband zu erwerben. Die Fachplaner der Integrierten Leitstelle Traunstein wurden mit den Planungsleistungen beauftragt.
Aufgrund des engen Zeitplans zur Errichtung der Integrierten Leitstelle Traunstein war die nochmalige Einberufung einer Verbandsversammlung am 30.11.2007 notwendig um die mittlerweile fortgeschrittenen Entwurfsplanungen der ILS Traunstein beschlussmäßig zu behandeln.
Voll im Zeitplan konnte im Januar 2008 der Bauantrag zur Errichtung der Integrierten Leitstelle Traunstein bei der Großen Kreisstadt Traunstein als zuständige Genehmigungsbehörde eingereicht werden.
Am 23.01.2008 begann ebenfalls voll im Zeitplan die Feuerwehralarmierungsplanung für die spätere ILS Traunstein mit der ersten Sitzung der eigens dafür gegründeten Projektgruppe. Die für die Alarmierungsplanungen zuständigen Verbandsmitglieder haben im Nachgang der Sitzung mit der einheitlichen Stammdatenerfassung als ersten Schritt der Planungen begonnen.